Oje, wie ihr auf dem Bild sehen könnt war Moosburg sehr, sehr witzig! Irgendwann war es soweit, dass sich Bobbes, Radu, Holger und Bine Silbermond auf den Bauch malen ließen. Alkohol im Spiel? Wohl schon!
Da waren wir aber schon ne Weile da… Angefangen hat die Geschichte früher…

Erstmal hatten wir schon am Freitag Abend eingeladen, da es am Samstag sehr früh losgehen sollte. Nachdem ich den Rest der Truppe abgeholt hatte und wir uns mit Bobbes bei mir zuhause um kurz vor elf getroffen hatten gings auf die Autobahn.
Zum ersten Mal war der Holger mit. Der Holger ist jetzt der neue Basser bei der Musikkapelle SEPCYS und ein cooler Typ. Der Holger denkt nämlich ähnlich wie wir, denn als es im Auto langweilig wurde und ich vorschlug doch zum Zeitverteib Bier zu trinken, meinte er das sei eine super Idee. Guter Mann! Vielleicht gibts bald Fotos von ihm und uns. Ansonsten kommt halt jeder am 25.7. ins Schilli, der ihn mal sehen will.

2 Bier später waren wir auch schon angekommen und freuten uns, dass es in Moosburg sogar annehmbares Wetter zu erleben gab. Konnte ja kein Mensch ahnen, dass sich das für ungefähr eine halbe Stunde während des Konzerts einer Ulmer Band ändern sollte.
Begrüßt wurden wir sehr freundlich und es war schnell klar, dass wir auf einem super organisierten Festival zu Gast sein sollten. Dickes Kompliment an die Veranstalter (insb. Bine).

Spielzeit war angesetzt auf 14.15 Uhr. Während des Aufbaus fing es an zu nieseln und als die ersten Töne anklangen fing es an zu schütten, was der Himmel hergab. Unter anderem deswegen und vielleicht auch wegen der frühen Spielzeit hielten sich die meisten Leute unter dem Vordach des Bierstandes auf. Trotzdem ließen es sich einige hart gesottene nicht nehmen ein bißchen mit uns das Tanzbein über den Platz vor der Bühne zu schwingen. Im Übrigen, warum lag da eigentlich Stroh rum (haha)?

Um 14.45 Uhr waren wir dann mit unserem neuen Lieblingscoverlied “Strength beyond strength” von Pantera am Ende des Gigs angelangt und bauten in strömendem Regen ab. Bei der nächsten Band hörte es dann wieder auf zu regnen, das schlechte Wetter hatten nämlich nur wir für uns bekommen.

Da unsere Kollegen von Itchy Poopzkid erst um 22.15 Uhr spielen sollten und bis her auch noch nicht aufgetaucht waren, war es dann unsere Aufgabe das Festivalgefühl bis zu deren Ankunft hochzuhalten. Bier trinken, Bands anschauen, Silbermond auf den Bauch malen lassen, ganz normal halt!

Irgendwann kam auch der Kollege Itchy Poopzkid an, die Freude war groß. Zuerst dauerte es kaum 2 Minuten bis der Panzer von den Itchys und der Holger vom SEPCYS in Erinnerung schwelgten, wie sie damals in Eislingen an der Fils nebeneinander im Religionsunterricht saßen. Selbiger Panzer hat auch noch die Wette auf sich genommen, dass er mal bei uns als Mercher mitgeht und dreimal mehr verkauft, als bei uns normal ist. Da bin ich ja mal gespannt.

Irgendwann stellte sich dann raus, dass im Hotel in dem ein Teil der Bands untergebracht werden sollte, noch Zimmer frei waren und der SEPCYS da eigentlich auch schlafen könnte. Diese Information reichte dem designierten Fahrer Bobbes um schnell von Spezi auf Bier umzusteigen, die Heimfahrt war damit auf den Sonntag verschoben.

Der Rest des Abends dreht sich größtenteils um Bier (zumindest in meiner Erinnerung) bis der Kollege Itchy Poopzkid die Bühne betrat und Radu und Bobbes beschlossen, da auch mal mitspielen zu wollen. Gesagt getan, bei den ersten Tönen von “Personality” sprangen beide mit ihren Gitarren quasi Unplugged umgeschnallt auf die Bühne und ließen die Sau nochmal raus (so waren zumindest zwei Sepsen im Trockenen in Moosburg auf der Bühen).

In der Folge zeigt sich allerdings, dass ich eigentlich nicht der Richtige bin um dieses Review zu schreiben, da mich Bier und Müdigkeit in unseren VW-Bus zum Schlafen trieben, während der Rest das Festivalgelände noch zur persönlichen Spielwiese umfunktionierte.

Erst um ungefähr 5 Uhr ging es Richtung Hotel. Da waren plötzlich Leute die ich bis dahin noch nicht gesehen hatte und die alle auch mit im Hotel schlafen sollten. Eine sollte aber noch geraucht werden. Ich hatte als einziger Kippen, gab die Schachtel her und war der Meinung es sei eine volle Schachtel gewesen. Als die leer war und mir gesagt wurde, es seien nur noch drei Zigaretten drin gewesen, fühlte ich mich natürlich aufs Schlimmste betrogen und bestohlen und begab mich laut schimpfend in das Hotelzimmer. Grade am einschalfen stellte ich fest, dass die volle Schachtel sich in der hinteren Hosentasche befand und in der anderen Schachtel tatsächlich (!) nur 3 Kippen drin waren. Aber hautsache geschimpft… Da in dem Zimmer das rauchen nicht direkt verboten war, sondern auf einem Schild nur freundlich darum gebeten wurde nicht zu rauchen, beschloßen Radu und ich, dass man auch nicht jeder Bitte entsprechen müsse, und rauchten noch kurz eine am Fenster und gingen dann schlafen.

Am Morgen gab es dann noch super Frühstück, bei dem Sibbi von den Itchys vehement versuchte mit der verantwortlichen Hotelkraft ein Gespräch anzufangen, aber nur mit kurzen Antworten abgespeist wurde (“Gibt es eigentlich viel Fremdenverkehr in Moosburg?” – “Nö!”).

Als letztes blieb nur die Aufgabe nach hause zu fahren. Natürlich – wie könnte es anders sein – im strömenden Regen.

Es war auf jeden Fall sehr geil in Moosburg. Jeder der mal das Angebot bekommt mit seiner Band auf dem Red Corner Festival zu spielen sollte es auf jeden Fall tun. Der SEPCYS sagt auf jeden Fall dankeschön!